Zentrum für Neuropathologie und Prionforschung
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KRAS-Status

Mutationen im KRAS-Gen

Hintergrund

Das KRAS-Gen („Kirsten rat sarcoma viral oncogene homolog“) kodiert für das gleichnamige Protein KRAS, welches Wachstumssignale vom „epidermal growth factor receptor“ (EGFR) weiterleitet. Mutationen im KRAS-Onkogen können zu einer Daueraktivierung dieses Signalwegs führen und so zur Krebsentstehung beitragen.

Die molekularpathologische Bestimmung des KRAS-Mutationsstatus wird insbesondere beim metastasierten kolorektalen Karzinom durchgeführt (1).

Bei der Behandlung des kolorektalen Karzinoms können EGFR-Antagonisten unter Umständen gute therapeutische Erfolge erzielen. Der Nachweis einer Mutation im KRAS-Onkogen ist hierbei ein negativer Prediktor und sagt voraus, dass eine Behandlung mit einem EGFR-Antagonisten erfolglos sein wird. Das Überleben von Patienten ohne KRAS-Mutation ist signifikant höher als bei denen mit Mutation (2).

Methode

Die Untersuchung des KRAS-Muationsstatus wird am ZNP mittels Pyrosequenzierung durchgeführt. Die Qualität dieser Untersuchung wurde durch erfolgreiche Teilnahme am 5. Ringversuch der Qualitätssicherungs-Initiative Pathologie (QuIP) 2010 gesichert (Ergebnis: κ-Wert=1, sehr gut).

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Abbildung: Beispiel für eine Pyrosequenzierung zur Untersuchung des KRAS-Status, hier mit Nachweis der Mutation c.35G>A (p.G12D).

Material

Für die Bestimmung des KRAS-Status genügt die Einsendung von in Formalin fixierten und in Paraffin-eingebetteten (FFPE) oder kryo-asservierten repräsentativen Tumorgewebeanteilen.

Literatur

1) van Krieken JH, Jung A, Kirchner T, Carneiro F, Seruca R, Bosman FT, Quirke P, Fléjou JF, Plato Hansen T, de Hertogh G, Jares P, Langner C, Hoefler G, Ligtenberg M, Tiniakos D, Tejpar S, Bevilacqua G, Ensari A (2008) Virchows Arch. Nov, 453(5):417-31.

2) Lièvre A, Bachet JB, Le Corre D, Boige V, Landi B, Emile JF, Côté JF, Tomasic G, Penna C, Ducreux M, Rougier P, Penault-Llorca F, Laurent-Puig P. Cancer Res. 2006 Apr 15;66(8):3992-5.