Zentrum für Neuropathologie und Prionforschung
print


Navigationspfad


Inhaltsbereich

Leistungsangebot

Das Referenzzentrum für die Surveillance Transmissibler Spongiformer Enzephalopathien am ZNP München bietet folgende Leistungen an:

Untersuchung von CJD-Verdachtsfällen:

Arbeitsbereich Ausgangsmaterial Zielsetzung Methodik
Neuropathologische Diagnostik Hirngewebe: Biopsie und/oder Autopsie; Tonsille, Lymphknoten: in erster Linie Biopsiematerial Routinediagnostik und konsiliarische Beratung Histologie: Immunhistochemie mit Antikörpern gegen PrP, PET-Blot mit Antikörpern gegen PRP
Biochemie Hirngewebe: Biopsie und/oder Autopsie; Tonsille, Lymphknoten: in erster Linie Biopsiematerial Routinediagnostik und konsiliarische Beratung; Bestimmung humaner Prion strains (Stämme) Western Blot (Immunoblot, WB) mit Antikörpern gegen PrP; Entwicklung neuer Tests (SIFT, PMCA, QUIC)
Genetik Blut und/oder Hirngewebe Identifikation der erblichen / familiären Fälle und damit Unterscheidung von den sporadischen und erworbenen Prionkrankheiten PRNP Sequenzierung, ggf. mit vorausgehender Klonierung
Tierexperimentelle Übertragung Hirngewebe: Biopsie und/oder Autopsie Bestimmung humaner Prion strains (Stämme); Nachweis einer Infektion im Einzelfall Intrazerebrale Inokulation transgener Mäuse und Bestimmung der strains (Stämme) im WB und der Histologie

Weitere Aufgaben/Leistungen:

  • Führen einer Referenzdatenbank für humane TSE.
  • Beratung des öffentlichen Gesundheitswesens und der Fachkreise zu klinischen und
  • diagnostischen Fragestellungen, z. B. bei CJK-Verdachtsfällen.
  • Entwicklung bzw. Verbesserung diagnostischer Verfahren (PMCA, QUIC, SIFT).
  • Führen einer Stammsammlung und Abgabe von Referenzstämmen bzw. diagnostikspezifischen Referenzpräparaten.
  • Epidemiologische Analyse und Bewertung der Resistenz- und Virulenzentwicklung; Regelmäßige Berichterstattung sowie Beratung des Robert-Koch-Instituts (RKI) zu den entsprechenden Sachfragen und Mitwirkung bei der Erarbeitung von Empfehlungen des RKI für Diagnostik, Therapie und Prävention sowie allgemein in der angewandten Infektionsepidemiologie.
  • Innovative Mitarbeit im Bereich der aufsuchenden Epidemiologie: Entwicklung von Algorithmen zur Entdeckung von Ausbrüchen sowie deren Meldung an das RKI sowie aktive Unterstützung bei Ausbruchsuntersuchungen.
  • Planung und Durchführung von deskriptiven und analytischen epidemiologischen Studien in Abstimmung mit dem Robert-Koch-Institut. Initiierung von und Mitarbeit bei Surveillance-Projekten.
  • Zusammenarbeit mit Referenzlaboratorien anderer Länder sowie Kollaborationszentren der WHO einschließlich der Teilnahme an internationalen Ringversuchen.